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Interessantes über Flüssiggas

Tankgas

Flüssiggas ist ein sogenanntes Begleitgas. Es wird unter anderem bei der Förderung von Erdgas und Erdöl gewonnen oder bei der Weiterverarbeitung von Rohöl zu verschiedenen Mineralölprodukten.

In Deutschland erzeugtes Flüssiggas kommt hauptsächlich aus der Rohölverarbeitung. Importiertes Gas stammt überwiegend aus Belgien, den Niederlanden und Norwegen.

LPG steht für Liquefied Petroleum Gas. Propan (C3H8) wird unter relativ geringem Druck (ca. 8 bar bei Raumtemperatur) flüssig und benötigt dann nur ein 260stel des Raums. Es kann in Tanks oder Flaschen nahe beim Verbraucher gelagert werden.

LNG steht für Liquefied Natural Gas, das bedeutet verflüssigtes Erdgas (Hauptbestandteil Methan, CH4). Erdgas wird auf -161°C heruntergekühlt, ist dann flüssig und z.B. in Schiffen transportierbar. Für die Lieferung zum Verbraucher muss es zunächst wieder in den gasförmigen Zustand gebracht und dann durch ein festes Netz aus Rohren transportiert werden.

Bei der Bestimmung des besten Standorts helfen Ihnen unsere Fachberater bei einem Besuch vor Ort. Grundsätzlich müssen bestimmte Abstände z.B. zu offenen Kanal- oder Kellerschächten, Fenstern und sogenannten Brandlasten (wie etwa ein geschlossenes Carport aus Holz) eingehalten werden. Zur Befüllung sollte ein Abstand zum Halteplatz des Tankwagens von etwa 35 Metern nicht überschritten werden.

Flüssiggas wird in verschiedenen Einheiten wie Liter, kg,
kWh und m³ abgerechnet.

1 Liter Flüssiggas enthält 7,1517 kWh (Brennwert)                                    und wiegt ca. 0,509 kg bei 15° C

1 m³ Flüssiggas enthält 28,106 kWh (Brennwert)

Beispiel 1: 1.000 Liter Flüssiggas *

enthalten ca. 7.151,7 kWh Energie (Brennwert)

Beispiel 2: 100 m³ Flüssiggas *

enthalten ca. 2.810,6 kWh (Brennwert) und

entsprechen ca. 393,7 Liter

* (in Abhängigkeit von der
geodätischen Höhe des Tankstandortes)

1.000 Liter Flüssiggas entsprechen ca.

3,42 Raummeter Hartholz

oder 4,79 Raummeter Weichholz

oder 1.466 kg Pellets

oder 1.671 kg Hackschnitzel

oder 673 Liter Heizöl

oder 611 m³ Erdgas als H-Gas

oder 733 m³ Erdgas als L-Gas

Begriffe kurz erklärt

Flüssiggas als Kraftstoff für Fahrzeuge. Autogas wird auch als LPG („Liquefied Petroleum Gas“) bezeichnet und besteht hauptsächlich aus Propan (C3H8) und Butan (C4H10).

Flüssiggas aus erneuerbaren Rohstoffen oder biogenen Ausgangsstoffen. Es hat die gleichen technischen Eigenschaften wie fossiles Flüssiggas und kann in dafür geeigneten bestehenden Flüssiggasanlagen eingesetzt werden.

Ein Bestandteil von Flüssiggas. Butan wird unter anderem in Gaskartuschen und Feuerzeugen verwendet. Für Flüssiggasanlagen zur Gebäudeversorgung wird überwiegend Propan eingesetzt.

Der Druckregler reduziert den Druck des Flüssiggases aus dem Tank oder der Flasche auf den für die angeschlossenen Geräte erforderlichen Betriebsdruck. Er sorgt damit für einen gleichmäßigen und sicheren Gasdruck.

Sie zeigt an, wie viel Flüssiggas sich noch im Tank befindet. Die Anzeige erfolgt üblicherweise in Prozent und gibt den Füllstand des Tanks an – nicht direkt die vorhandene Gasmenge in Litern.

Flüssiggas, das in Gasflaschen abgefüllt und transportiert wird. Je nach Anwendung gibt es unterschiedliche Flaschengrößen und -typen.

Ein unter Druck verflüssigtes Gas, das hauptsächlich aus Propan und Butan besteht. Es lässt sich platzsparend lagern und kann in Tanks oder Flaschen bereitgestellt werden.

Flüssiggas, das aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird. Chemisch und technisch unterscheidet es sich grundsätzlich nicht von Flüssiggas aus anderen Herstellungswegen. Die Herkunft des Produkts ist für die Bezeichnung als fossil oder biogen entscheidend.

Ein Behälter zur Lagerung und zum Transport von Flüssiggas. Gasflaschen werden beispielsweise zum Kochen, Heizen oder für gewerbliche Anwendungen eingesetzt.

Ein Tank zur Lagerung von Flüssiggas. Er kann oberirdisch oder unterirdisch aufgestellt werden und versorgt beispielsweise eine Heizungsanlage mit Flüssiggas.

Der gasförmige Teil des Flüssiggases im Tank. Aus diesem Bereich wird das Gas bei der üblichen Versorgung einer Heizungsanlage entnommen.

Die Versorgung eines Gebäudes oder einer Anlage mit Flüssiggas aus einem Tank oder einer Flasche. Im Unterschied zum leitungsgebundenen Erdgas ist dafür kein Anschluss an ein Gasnetz erforderlich.

Siehe Füllstandsanzeige. Sie zeigt den ungefähren Füllstand des Flüssiggastanks an.

Abkürzung für „Liquefied Petroleum Gas“, auf Deutsch Flüssiggas. Der Begriff wird insbesondere im Zusammenhang mit Autogas verwendet.

Ein Flüssiggastank, der sichtbar auf dem Grundstück aufgestellt ist. Er ist für Wartung, Kontrolle und Befüllung gut zugänglich.

Der wichtigste Bestandteil von Flüssiggas für die Energieversorgung. Propan bleibt auch bei niedrigen Temperaturen gut nutzbar und eignet sich deshalb besonders für die Versorgung von Heizungsanlagen.

Flüssiggastanks müssen regelmäßig sicherheitstechnisch geprüft werden. Dabei wird zwischen der wiederkehrenden äußeren Prüfung und der umfassenderen Prüfung in größeren Zeitabständen unterschieden.

Eine Sicherheitseinrichtung, die den Druck im Tank oder in der Anlage begrenzt. Steigt der Druck über einen festgelegten Wert, kann das Ventil Gas kontrolliert abführen und dadurch gefährlichen Überdruck verhindern.

Flüssiggastanks werden aus Sicherheitsgründen nicht vollständig mit Flüssiggas gefüllt. Es muss ein ausreichender Raum für die temperaturbedingte Ausdehnung des Flüssiggases bleiben.

Bei Flüssiggastanks findet regelmäßig eine äußere Prüfung statt. Dabei werden unter anderem der Zustand des Tanks, sichtbare Anlagenteile und sicherheitsrelevante Einrichtungen kontrolliert. Die genauen Prüfintervalle richten sich nach den geltenden technischen und rechtlichen Vorgaben.

In größeren Abständen ist eine umfassendere Prüfung des Flüssiggastanks erforderlich. Dabei werden zusätzlich Bereiche und Bauteile geprüft, die bei einer rein äußeren Kontrolle nicht ausreichend beurteilt werden können. Die Prüfung muss durch eine hierfür befugte Stelle erfolgen.

Armatur am Flüssiggastank, über die beispielsweise die Gasentnahme, Befüllung oder bestimmte Sicherheitsfunktionen erfolgen. Typisch sind das Entnahmeventil, das Befüllventil, das Flüssigentnahmeventil und das Sicherheitsventil.

Ein Flüssiggastank, der unter der Erdoberfläche eingebaut wird. Dadurch ist er auf dem Grundstück kaum sichtbar.

Beim Entnehmen von Flüssiggas aus dem Tank geht das flüssige Propan in den gasförmigen Zustand über. Die dafür benötigte Wärme wird überwiegend aus der Umgebung aufgenommen.

Bauteile und Einrichtungen einer Flüssiggasanlage dienen dazu, den sicheren Betrieb zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise Druckregler, Sicherheitsventile und Absperreinrichtungen.

Flaschengas

Rote Flaschen sind Pfandflaschen. Sie zahlen ein Pfand und erhalten dafür eine Quittung, die Sie unbedingt gut aufbewahren sollten. Ohne die Quittung erhalten Sie das Pfand nicht zurück. Rote Flaschen können nur an Stationen gefüllt oder getauscht werden, die den Gasanbieter führen. Der Name des Anbieters (Eigentümers) ist auf die Flasche aufgedruckt.

Graue Flaschen (Campingflaschen) werden gekauft und sind Ihr Eigentum. Sie können an allen Stationen wiederbefüllt oder getauscht werden, die graue Flaschen anbieten. Dadurch haben Sie mehr Auswahl und sind flexibler.

Aus technischer Sicht (Füllmenge, Anschluss) unterscheiden sich graue und rote Flaschen nicht.
Gasflaschen (d.h. der Flaschenkörper, nicht der Inhalt) müssen in vorgeschriebenen Abständen technisch geprüft und regeneriert werden. Die Frist zwischen zwei Prüfungen beträgt 10 Jahre. Der Aufdruck zeigt an, wann die nächste Prüfung ansteht. Wenn die Prüfung Ihrer Flasche fällig ist, können Sie sie gegen Entrichtung der Prüfgebühr an unseren Standorten in Norderstedt und Hamburg für eine frisch geprüfte Flasche eintauschen.

Flüssiggas, Bio-Propan und die Bio-Treppe im GModG

Das GModG schafft neue Rahmenbedingungen für die Wärmeversorgung von Gebäuden und legt dabei einen stärkeren Fokus auf den schrittweisen Einsatz erneuerbarer Energien. Für Flüssiggas bedeutet das: Es bleibt ein wichtiger Energieträger, insbesondere dort, wo kein Erdgasnetz vorhanden ist oder andere Heizsysteme nur mit hohem Aufwand umgesetzt werden können.

Besonders relevant ist dabei Bio-Propan. Durch die sogenannte Bio-Treppe im GModG sollen steigende Anteile erneuerbarer gasförmiger Energieträger berücksichtigt werden. Bio-Propan kann daher eine zukunftsorientierte Ergänzung zur klassischen Flüssiggasversorgung sein und dazu beitragen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Ja, eine moderne Flüssiggasheizung kann auch unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen eine sinnvolle Lösung sein. Entscheidend ist, dass die jeweils geltenden Anforderungen an den Anteil erneuerbarer Energien eingehalten werden.

Hier bietet Bio-Propan einen wichtigen Vorteil: Es kann je nach gesetzlicher Ausgestaltung und Nachweisführung anteilig als erneuerbarer Energieträger angerechnet werden. Dadurch eröffnet sich für Hauseigentümer die Möglichkeit, eine bewährte Flüssiggasheizung mit steigenden Bio-Propan-Anteilen zu kombinieren und so schrittweise die Vorgaben der Bio-Treppe zu erfüllen.

Die Bio-Treppe beschreibt den vorgesehenen stufenweisen Anstieg des Anteils erneuerbarer gasförmiger Energieträger in der Wärmeversorgung. Ziel ist es, fossile Energieträger nach und nach durch erneuerbare Alternativen zu ergänzen.

Bio-Propan spielt hierbei eine zentrale Rolle, weil es als erneuerbare Variante von Flüssiggas genutzt werden kann. Es lässt sich in bestehenden oder neuen Flüssiggasheizungen einsetzen, ohne dass in der Regel umfangreiche technische Änderungen an der Heizungsanlage erforderlich sind. So können Verbraucher die Vorteile ihrer vorhandenen Flüssiggasinfrastruktur weiter nutzen und gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energie erhöhen.

Nein, das GModG bedeutet nicht automatisch, dass bestehende funktionierende Flüssiggasheizungen sofort ersetzt werden müssen. Viele Anlagen können weiterhin betrieben werden, solange sie den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprechen und keine speziellen Austauschpflichten greifen.

Für Eigentümer bietet Bio-Propan dabei eine attraktive Perspektive: Statt eine funktionierende Anlage vorschnell auszutauschen, kann durch die schrittweise Beimischung oder Umstellung auf Bio-Propan der Anteil erneuerbarer Energie erhöht werden. Das schafft Planungssicherheit und ermöglicht eine nachhaltige Weiterentwicklung der bestehenden Wärmeversorgung.

Bio-Propan verbindet die bewährte Technik moderner Flüssiggasheizungen mit den Anforderungen einer zunehmend erneuerbaren Wärmeversorgung. Hauseigentümer profitieren davon, dass Bio-Propan in vielen Fällen ohne aufwendige Umrüstung der Heizungsanlage genutzt werden kann.

Im Rahmen der Bio-Treppe kann Bio-Propan dazu beitragen, die geforderten Anteile erneuerbarer Energien schrittweise zu erreichen. Gleichzeitig bleiben die bekannten Vorteile von Flüssiggas erhalten: hohe Versorgungssicherheit, flexible Einsatzmöglichkeiten und eine komfortable Wärmeversorgung auch in Regionen ohne Erdgasanschluss.

Wichtig ist: Die konkrete Anrechenbarkeit von Bio-Propan hängt von der jeweils gültigen gesetzlichen Regelung sowie den erforderlichen Nachweisen ab. Daher sollte jede Heizungsplanung individuell geprüft werden.